Scheint noch gar nicht lange her zu sein, dass ich mit Gerlind hier saß und nach Mali aufbrach – heute aber ohne sie. Keine kleinen oder größeren Katastrophen im Vorfeld – fühlt sich ungewohnt an. Aber die letzten 2 Wochen Besuch von unseren Kindern mit Enkeln – die erst wenige Monate alten Zwillinge inklusive, was sehr schön, aber nicht immer so friedvoll wie auf dem Foto war. Und nun also wieder nach Bamako – die üblichen Gespräche, die Treffen, die Besuche, das jährliche Kirchentreffen und natürlich schauen, was aus dem Aquaponikprojekt geworden ist: mir wurde schon angekündigt, dass die Fische noch zu klein zum Verspeisen sind – schade, ich hoffte, die Früchte meiner Arbeit nicht nur sehen, sondern auch schmecken zu können.
Ein paar spannende Fragen erwarten uns: Was machen wir in Zukunft mit unserer deutschen Hilfsorganisation bei immer größeren Auflagen der malischen Regierung? Wer übernimmt die Verantwortung in unserer malischen Partner-Nicht-Regierungsorganisation, wenn Stück für Stück die alte Garde in Rente geht, und wie gestalten wir die Übergänge? Welche Schwerpunkte werden beim Projekt Beersheba, in dem Manuel vorwiegend arbeitet, gesetzt und welche Geldgeber können da sinnvollerweise mit am Start sein? Außerdem befindet sich Mali während meines kompletten Aufenthaltes im Fastenmonat Ramadan – auch immer eine Herausforderung auf vielen Ebenen.
… und was sich sonst noch so alles ergeben wird, was sich nicht planen lässt, das entwickelt sich ja wie so oft im Laufe des Aufenthalts. Ich freue mich auf die nächsten Wochen, die Menschen, die Wärme (na ja, vielleicht nur ein bisschen), die Gerüche, den Markt, die Plaudereien am Straßenrand, das Gebet mit unseren Freunden, Attieke mit Fisch, das Eintauchen in diese andere Welt.