Diese Frage muss ich mir jedes Mal erneut stellen, wenn ich aus Mali zurückkehre. Werde ich im Herbst wieder dorthin reisen können oder wird sich die Sicherheitslage so verschlechtern, dass es nicht mehr möglich sein wird? Wird Mali wieder zu einer stabilen Nation werden oder spitzt sich die Lage weiter zu? Keiner kann mir auf diese Frage antworten und in Mali finde ich die Optimisten, die mir versichern, dass alles auf einem guten Weg sei, wie auch die „Vraiment, ça ne va pas !“-sagenden („Ganz ehrlich, es läuft nicht!“). Und so verlasse ich Mali einmal mehr mit der Frage, ob ich jemals wieder dorthin fliegen kann – zwischen Zuversicht und Resignation, Gott fragend, welche Weichen gestellt werden sollen, hoffend, dass Er denen entgegentritt, die das Land zerstören, denen, die tatsächlich glauben, es würde Ihm gefallen, wenn der Islamismus mit Morden, Gewalt und Schikanen durchgesetzt würde.
Und so gönnte mir die Fluggesellschaft noch 4 zusätzliche Stunden in Mali, weil der Flieger statt um 1:20 erst um 5:30 startete. Als nach 2 Stunden Wartens ohne jegliche Information eine Dame uns mitteilte, dass das Treibstoffproblem (von dem wir bis dahin noch gar nichts wussten) gelöst sei, jedoch noch ein technisches Problem bestünde, der Techniker ihr aber versichert habe, dass es zu lösen sei und wir noch fliegen würden (wohl nach dem Motto: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht!“), war die Stimmung unter den Passagieren nicht unbedingt entspannt. Aber immerhin, als die Sonne fast wieder aufging, starteten wir dann doch noch und kamen gesund am Zielort an. Genauso warte ich gerne weiter, dass auch im übertragenen Sinne in Mali die Sonne wieder aufgeht.























