Angekommen um Mitternacht werden wir von Manuel, unserem deutschen Mitarbeiter in Bamako, abgeholt, packen kurz die wichtigsten Sachen aus und fallen ins Bett. Nach dem Aufstehen Frühstück auf dem Dach – es ist für März am Morgen noch erfreulich frisch, dann eine kleine Begrüßungsrunde: Luka, unser Wächter, kehrt den Hof mit OP-Maske gegen den Staub. Wie geht es der Frau, den Kindern, der Kirche, den Leuten in Bamako, im ganzen Land – alle sind wohlauf, allen geht es gut – das gleiche umgekehrt – auch allen Deutschen geht es gut – Rituale einer malischen Begrüßung, die vor allem in ausgedehnter Form sagen:“ Ich freue mich Dich zu sehen!“ Kurz darauf dann schon die erste Sitzung. Soumaila, mein Haus- und Hof-Taximann fährt mich zum Treffen der Verantwortlichen von diversen Hilfsorganisationen. Hier berät man über die Sicherheit der Mitarbeiter aber auch über neue gesetzliche Regelungen für NGOs. In der Zwischenzeit wartet Soumaila auf mich schlafend in seinem Taxi. Im Monat Ramadan ist eh nichts los und dann gönnt er sich lieber ein kurzes Nickerchen, statt nutzlos durch die Gegend zu fahren, zumal der Sprit eh knapp ist. Angesprochen auf seine Frau gesteht er, dass das bei ihr anders aussieht: 8 Kinder haben sie zu Hause und im Ramadan heißt das für sie zeitig aufstehen und das Vor-Sonnenaufgangs-Frühstück vorbereiten. Den Tag über wird nichts gegessen und nichts getrunken, aber bei Sonnenuntergang muss dann wieder ein reichhaltiges Mahl auf dem Tisch stehen, also einkaufen, kochen, Tisch decken. Da ist nix mit Mittagschläfchen wie bei ihrem Mann.

Der Rest des Tages besteht aus Austausch mit Manuel, diversen Planungstelefonaten und -korrespondenzen (damit die Wochen hier sinnvoll gefüllt sind) und die Notfallrucksäcke kontrollieren bzw. ergänzen. Und schwupp, ist der erste Tag vorbei, denn der Abend wird heute nicht alt bei uns…











