Copy – Past?

… könnten wir eigentlich machen, oder? Wieder Flughafen Leipzig, wieder warten aufs Boarding, wieder mal Aufbruch nach Mali. Also alles wie immer? Könnten wir eigentlich einfach den Blogeintrag von vor einem Jahr kopieren, oder?

Aber manches ist schon anders: Gestern wurde eine Rakete über der Türkei abgeschossen und wir fliegen über Istanbul – klar, das ist jetzt nicht mega gefährlich, aber Reisen ist trotzdem gerade nicht so entspannt. Und auch in Mali hat sich die Situation nicht wesentlich gebessert: Auch jetzt noch terrorisieren Islamisten das Land und eben auch die Umgebung der Hauptstadt Bamako. Die Treibstoffversorgung hat sich etwas gebessert und auch die Sorge, dass die Bevölkerung revoltiert und die Islamisten freie Bahn haben, hat sich als nicht berechtigt erwiesen. Für uns bedeutet das aber, dass unsere Reisemöglichkeiten in Mali sehr begrenzt sind, dass man sich sehr vorsichtig bewegen muss. Muss man da wirklich reisen?

Man muss nicht, aber die Christen in Mali leben dort ja auch Tag für Tag, haben sich an manche Einschränkungen gewöhnt, wissen, dass die Situation jederzeit kippen kann und sie ihren Glauben dann vielleicht nicht mehr frei leben können. Gerade in ländlichen Gegenden geht es ja vielen Christen schon jetzt so: Steuern zahlen an islamistische Terroristen, deutlich eingeschränkte Möglichkeiten Gottesdienst zu feiern, Singverbot, Kopftuchzwang etc. – das ehemals so freie Land Mali lässt in weiten Teilen nicht mehr zu, dass jeder seinen eigenen Glauben lebt.

Und darum fliegen wir wieder hin. Um wenigsten ein bisschen solidarisch zu sein mit unseren Geschwistern und Freunden, sie hoffentlich zu ermutigen, indem sie merken, dass wir sie nicht vergessen, um mit ihnen ein paar Schritte des Weges gemeinsam zu gehen und so viel Normalität zu leben, wie es eben möglich ist. . Und auch wir werden durch die Begegnung mit ihnen ermutigt, wenn wir erleben, wie sie in schwierigen Verhältnissen und Unsicherheit vertrauensvoll ihren Glauben an Jesus leben.

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