Hinweise Gottes

Manchmal dreht sich mein ärztlicher Magen um, wenn ich manche Rezepte sehe, die mir der eine oder andere Mitarbeiter oder Freund zeigt und mich um Rat fragt: da scheint die Schrotschusstechnik mancher Kollegen vor einer guten Diagnostik zu gehen. Egal welche Symptome, zunächst muss man auf jeden Fall etwas gegen Malaria geben, das kann ja hier immer sein. Und ein Antibiotikum darf auch nicht fehlen, schließlich sind bakterielle Infekte häufig. Die Dame mit unklaren Bauchschmerzen bekam dann noch zusätzlich etwas gegen Krämpfe sowie etwas gegen Blähungen und Tabletten gegen Magenübersäuerung.

Zu guter Letzt noch ein Mittel gegen Rheuma (was auch immer der Gedanke dahinter gewesen sein mag). Wer da noch keine Bauchschmerzen hatte, der bekommt sie dann ganz sicher. Ganz falsch ist das Vorgehen nicht, denn z.B. Malaria kann ganz unterschiedliche Symptome machen – besonders bei Menschen mit einer gewissen Immunität, aber das ganze Paket an medizinischer Rundumtherapie, da kann ich dann doch nicht mit.

Pastor A. war vor ein paar Monaten schwer krank. So krank, dass mir Mitarbeiter am Telefon sagten, dass sie damit gerechnet haben, dass er sterben würde. Was er aber wirklich hatte, das konnte ich nicht herausfinden – in den Erzählungen eben von allem etwas. Warum ich aber diese Geschichte erzähle, hat einen anderen Grund und darum fange ich jetzt mal besser vorne an:

Pastor A. hatte einen Traum: Aus einer großen Menschenmenge trat ein großer muskulöser Mann heraus. In seiner Hand hielt er eine Maschinenpistole und schoss auf A.  Die Kugeln trafen seine Brust, perlten dort ab und liefen dann wie Wasser an seinem Körper hinunter. Nun ist Pastor A. kein großer Traumdeuter und so dachte er sich nicht groß etwas dabei. Als er allerdings 4 Tage später fast denselben Traum noch einmal hatte, wurde er nachdenklich. Diesmal sagte der bewaffnete Mann: „Beim letzten Mal bis du ja noch davongekommen, aber diesmal entwischt du mir nicht!“ Wieder schoss er auf A., wieder perlten die Kugeln wie Wasser von ihm ab. A. erzählte seiner Frau davon und gemeinsam beteten sie um Schutz.

2 Tage später wurde Pastor A. so krank, dass er es nicht schaffte, von seinem Bett die 20 Meter bis zur Kirche zu gehen. Die Krankheit hielt an, wurde schlimmer. Die Gemeindemitglieder besuchten ihn, beteten für ihn und, so schwach wie er war, nahmen manche schon innerlich Abschied. Aber nach einiger Zeit ging es dann doch wieder aufwärts, Pastor A. erholte sich langsam, kam zu Kräften und gewann seine Gesundheit zurück.

Wenig später hielt er mit seinem Auto am Straßenrand und wollte aussteigen. Kaum hatte er die Türe geöffnet, raste ein motorisiertes Dreirad, wie sie hier viel herumfahren, an ihm vorbei.

Es hatte einen Balken quer geladen und der knallte ungebremst in Kopfhöhe vor die Fahrertür. Wäre A. eine halbe Sekunde eher ausgestiegen, wäre sein Kopf zertrümmert worden…

Für Pastor A. ist klar, dass Gott ihn mit dem Traum gewarnt und zum Beten um Schutz animiert hat. Mir rationalem Westler kommt da sofort die Frage, was denn gewesen wäre, wenn sie nicht gebetet hätten, aber das Geheimnis des Redens und Handelns Gottes werden wir nicht erklären können. Und ich möchte von Pastor A. lernen auf die Hinweise Gottes achtzugeben.  

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