Von Kamelen und Eiern

Heute mal 2 Beispiele wie nett und anschaulich Malier manches ausdrücken können:

Wir sprachen darüber, wie mehr und mehr Menschen aus z.B. südamerikanischen oder afrikanischen Ländern zu uns kommen, um uns bei unserer Gemeindearbeit zu unterstützen – sei es, um Kontakte zu geflüchteten Menschen ihres Kulturkreises herzustellen oder auch um Deutsche zu erreichen. „Mission in return“ nennt man das und wir bewegten die Frage, ob so etwas langfristig auch für Malier möglich wäre. Schnell kam da die Frage der Finanzen auf – wer würde denn die Kosten dafür übernehmen? Bei allem guten Willen, was will man machen, wenn die Mittel fehlen: „Das Kamel würde sich zum Schlafen ja gerne auch mal auf den Rücken legen, aber leider ist ihm da immer sein Höcker im Weg!“

In einer anderen Runde sprachen wir über junge Pastoren und die Tendenz zu viel von ihnen zu erwarten, zu fordern, dass sie Dinge tun, für die ihnen die nötige Erfahrung und Reife fehlt. „Das ist“, so ein älterer Pastor, „als versuche man ein Ei zu rupfen“.

… da ist eigentlich alles gesagt!

Eine Antwort auf „Von Kamelen und Eiern“

  1. Hallo Karsten,
    danke, dass du uns immer mitnimmst nach Mali und ich lese (meistens schon nachts) immer mit Spannung deine kurzen Berichte. Danke für die beiden Bilder – denn das mit dem Ei, das man versucht zu rupfen ist vielleicht auch ganz gut für den Umgang in Deutschland mit jungen Pastoren, Leitern und Mitarbeitern 🙂
    Liebe Grüße und weiterhin eine gute und bewahrte Zeit in Mali
    Jens

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