Deutschland – Mali und zurück

Letzter Tag in Bamako. Auf dem Dach unserer Zentrale. Die Sonne geht auf. Bei uns wie bei Euch. Nur 30 °C Unterschied und ob Ihr sie sehen könnt, weiß ich nicht. Wir treffen uns noch mit einer Gruppe von Missionaren verschiedener Missionsgesellschaften, die in Mali arbeiten. Wenige sind es geworden. Und sie sehen nicht alle europäisch oder nord-amerikanisch aus. Heute sitzen zwei kamerunische Missionare mit am Tisch. Ein Brasilianer konnte leider nicht kommen. Wie erfrischend, dass Christen aus verschiedenen Kontinenten und Ländern Jesu Liebe zu den Menschen in Mali bringen möchten. Und wie schade, dass es so viel schwieriger geworden ist. Vor nun 99 Jahren haben die ersten evangelischen Missionare aus den USA ihren Fuß auf malischen Boden gesetzt. Mittlerweile sind in Mali verschiedene Kirchen mit vielen tausend Christen entstanden. Und doch werden voraussichtlich nur noch einige wenige Mitarbeiter dieser Missionsgesellschaft das 100ste Jubiläum in Mali feiern können – und das auf gepackten Koffern, weil sie alle zurückbeordert wurden. Zu gefährlich?

Der kamerunische Pastor erzählt uns die biblische Geschichte, wie Jesus erst im Boot schläft, von den ängstlichen Jüngern geweckt wird und den Sturm stillt. Und er vergleicht den See mit Mali, macht uns Mut nicht zuerst den Sturm, sondern Jesus zu sehen.

Am Nachmittag heißt es Koffer packen, verabschieden, die letzten Reste aus dem Kühlschank verwerten.

 

Letzter Abend in Bamako. Auf dem Dach unserer Zentrale. Der Vollmond geht auf. Bei uns wie bei Euch. Aber so viel Unterschied – zwischen hier und dort, zwischen dem, was wir hier gerade erleben und der Welt, in der wir ab morgen wieder zu Hause sein werden. Und Gott lässt seine Sonne und seinen Mond aufgehen in Mali wie in Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

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