Somewhere over the rainbow…

…befinden wir uns vermutlich gerade, wenn Ihr diese Zeilen lest. Wie üblich, es ist November (na ja, fast) und damit Zeit für unseren 2. Malibesuch in diesem Jahr. Gestern Nachmittag konnten wir die Arbeit in der Praxis beenden und Alex, mein Kollege, muss nun in den nächsten 3 Wochen den „Laden schmeißen“. Was erwartet uns diesmal? Alles nur Routine? Die üblichen Besuche, Sitzungen, Gespräche? Ja und nein, natürlich sind die Begegnungen mit unseren malischen Freunden und auch die Gespräche in den verschiedenen Komitees wichtiger Bestandteil von jedem unserer Besuche. Aber ein paar Besonderheiten gibt es diesmal doch:

In zwei Tagen stoßen 3 Mitglieder vom Verein „Radfahren für Mali“ zu uns. Seit 15 Jahren führen sie regelmäßig Sponsorenradtouren durch und finanzieren damit etliche Projekte in Mali. Nach vielen Jahren kann jetzt endlich wieder einmal eine Delegation nach Mali kommen, um zu schauen, was aus den Projekten entstanden ist, aber besonders auch, um den Menschen in Mali zu begegnen und „malische Luft“ zu schnuppern.

Dann ist Manuel Müller, Kandidat der Allianz-Mission für Mali, im Rahmen seiner Masterarbeit zurzeit ebenfalls in Mali und wir werden einiges miteinander unternehmen, um seinen Start als „AMler“ im nächsten Jahr vorzubereiten.

Und sicherlich wird uns auch beschäftigen, dass kürzlich ein malischer Pastor, den wir schon seit wir 1993 nach Mali kamen, kennen, ganz plötzlich verstorben ist. Er hatte noch viel geplant, wollte in diesem Jahr seine theologischen Studien fortführen und war dazu an der FATMES, der theologischen Ausbildungsstätte in Mali, eingeschrieben und hat nun die kleine malische Kirche so plötzlich verlassen.

Somewhere over the rainbow – der Regenbogen als Zeichen, dass Gott diese Welt liebt und nicht im Stich lässt. Manchmal könnte man in Mali ja den gegenteiligen Eindruck gewinnen. Wir beten, dass unsere Besuche von den malischen Christen auch als ein Zeichen der Solidarität der deutschen Christen verstanden werden – ein Zeichen, dass weder Gott noch die weltweite Kirche sie vergessen.

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