Jetzt sogar 2 Tage eher!

Verrückte Rückreise: Eine Zeit lang stand es noch auf der Kippe, weil der Flughafen in Bamako noch kein grünes Licht gegeben hatte, aber dann, gestern um 10:00, kam der erfreuliche Anruf: Der Flug findet statt und ich kann mich am Nachmittag an den Flughafen begeben. Und dann schon am Eingang der Schock: bei der Kontrollmessung zeigt das Thermometer bei mir 37.8 °C an: „Sie haben leichtes Fieber“ sagt mir der malische Beamte und fragt mich nach sonstigen Krankheitserscheinungen. Zum Glück kann ich ihm glaubhaft versichern, dass ich mich völlig gesund fühle und so lässt er mich erst mal rein – die eigentlichen Kontrollen durch das Flugzeugpersonal kommen ja noch. Es lebe das Adrenalin! Was, wenn die mich jetzt zurück schicken? Und dann kurze Zeit später die eigentlichen Kontrollen: Vor mir etliche Leute und einer nach dem anderen wird zunächst mal zur Seite geschickt wegen Fieber. Beim fünften wird dann der Prüfer skeptisch, testet an einem Kollegen das Thermometer und stellt fest, dass es kaputt ist. Durchatmen! Tatsächlich habe ich dann bei allen 3 folgenden Kontrollen Normaltemperatur.

Wir fliegen mit einer belgischen Militärmaschine: Belgier, Holländer, Deutsche, insgesamt vielleicht 150 Leute: kein Luxusflieger, Sandwich statt Menü, Sprite statt französischen Rotwein – aber wen interessiert das? Gegen 3 Uhr in der Nacht landen wir in Brüssel auf dem Militärflughafen und werden dort von Angehörigen der deutschen Botschaft begrüßt, die nicht nur einen Bus organisiert haben, der uns direkt zum Kölner Bahnhof bringt, sondern auch noch Sandwichs und Wasser für uns organisiert haben. Wahnsinn, ich bin absolut begeistert von dem, was die Botschaften in Mali und Belgien da organisiert haben: top Kommunikation, unglaubliches Engagement und das mit einer großen Ruhe und Gelassenheit!

Und so sitze ich hier im Zug nach Leipzig und bin letztlich sogar zwei Tage eher zurück als ursprünglich geplant und kann so nächste Woche wieder in die Arbeit der Praxis einsteigen. Halleluja!

Und am Rande noch eine kurze Beobachtung: In Mali tragen in den letzten Wochen mehr und mehr Leute einen (meist selbst genähten) Mund-Nase-Schutz. In Belgien war er absolutes Muss. Hier in Deutschland habe ich – bis auch ein paar Asiaten – noch keinen damit gesehen und blicke immer wieder in ein dezentes Lächeln im Gesicht meiner Gegenüber, weil ich einen trage – so unterschiedlich sind die Einschätzungen, was sinnvoll ist.

 

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