… kann jeden Tag passieren!

Jean, der Pastor von Konna macht sich mit seiner Frau und 2 weiteren Gemeindemitglieder auf den Weg nach Sévaré. Dort findet ein Seminar statt zu einem neuen Projekt, das wir seit diesem Jahr durchführen: die Vergabe von Kleinkrediten an Menschen, die kein geregeltes Einkommen haben. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden, ein Miniunternehmen zu beginnen, mit dem sie Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen können. Sie stellen etwas her, kaufen en Gros ein und verkaufen es im Detail mit Gewinnspanne oder fangen eine kleine Hühner- oder Fischzucht an. Damit auch wirklich ein Gewinn dabei herausspringt und ein sinnvolles Projekt begonnen wird, treffen sich erst alle Beteiligten zu einer Schulung. Dabei geht um ganz elementare Dinge: Berechnung von Kosten und Einnahmen, Gefahren und Möglichkeiten der verschiedenen Aktivitäten, Rückzahlungsmodi etc.

Jean

Nach beendeter Schulung wird noch in Sévaré kräftig eingekauft –  das, was es in Konna nur teurer zu erwerben gibt. Am Ende haben die 4 so viel Gepäck mit sich, dass der Bus, den sie zurück nach Konna nehmen wollten, sie als Fahrgäste ablehnt: das Be- und Entladen, das kostet zu viel Zeit und nimmt zu viel Platz in Anspruch. Jean und seine Mitfahrer ärgern sich.

Und dann passiert etwas, wo wir nicht wissen, ob wir lachen oder weinen sollen: auf seinem Weg fährt der Bus über eine Mine, wie sie immer wieder von Islamisten auf den Straßen platziert werden. Sie explodiert, 8 Menschen sterben, 46 werden verletzt. Ich weiß nicht, ob das vor oder hinter Konna passiert ist. Ich weiß nicht, ob Jean und seine 3 Mitfahrer betroffen gewesen wären, hätten sie im Bus gesessen. Aber einmal mehr wird sehr deutlich, wie gefährlich das Leben in der Mitte Malis (wo ich deshalb auch nicht mehr hinfahre) sein kann und auch, dass Gottes Schutz jeden Tag so nötig ist!

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