2 Sahnehäubchen

Wie könnten wir so eine Fußballwoche besser beschließen als mit einem Stadionbesuch? Mali gegen Süd-Sudan in der Qualifikation der Afrikameisterschaften. vlcsnap-2015-06-15-13h43m02s158Paul hat Karten für uns besorgt und so können wir das souveräne 2:0 live miterleben, bevor wir vom Stadion dann direkt zum Flugplatz fahren. Es war schon eine interessante Woche. Nie in meinem Leben habe ich mich so viel mit Fußball beschäftigt: Was sind die Probleme in der Liga? Was verdient ein Bundesligaspieler? Warum muss der zweitbeste Verein der 1. Liga absteigen? Wie motiviert man Sponsoren für den Fußball? Wie sieht es beim Matthias Sammer des malischen Fußballs i
m Wohnzimmer aus…  Zuerst vielleicht ungewohnt, aber wenn ich darüber nachdenke, dass Jesus für sein Evangelium Zöllner und Fischer gesucht hat, warum sollte es da verwundern, dass er Fußballer gebraucht? Und vielleicht nehmen wir dann ja auf unserem nächsten Besuch einen Musiker und eine Bibliothekarin mit…

 
Und dass ich dann noch 4 Stunden Aufenthalt in der Türkei hatte, war mir noch eine besondere Freude. So konnte ich mir dann noch kurz Istanbul, Byzanz und blaue MoscheeKonstantinopel anschauen und bevor es dann zurück ging nach Deutschland einen türkischen Kaffee trinken zwischen der Hagia Sophia und der blauen Moschee. Wenn das kein symbolträchtiger Abschluss war! Und wenn in 3 Tagen der Ramadan beginnt, dann möchte ich besonders für die vielen Muslime in Mali aber auch in so vielen anderen Ländern in dieser Welt beten.

 

 

P.S.: Und in der Nacht unserer Abreise schlägt die malische U20 die deutsche Auswahl bei der Weltmeisterschaft im Elfmeterschießen! Das hätte kaum ein Malier ihnen zugetraut! Yeah!

und schon ist die Woche um…

Und so geht diese ereignisreiche Woche schon zu Ende. Gestern noch ein Abschlussspiel zwischen der Kirchenjugend und der Stadtviertelmannschaft. Ein erster Kontakt mit viel Ausbaupotential. Und nachdem man so viel Fußball miteinander gespielt hat, ist es auch kein Problem, wenn Alfred noch von Zachäus erzählt – einem, der nicht zur Mannschaft gehörte, der draußen vor war und den Jesus mit ins Team genommen hat…

Und dann trafen wir heute noch Cheick Diallo: ehemaliger malischer Nationalspieler und Ligaspieler in Frankreich. Dann ckeick-diallo-can-u20Co-Nationaltrainer und heute technischer Direktor und Manager des besten malischen Vereins. Wir sitzen lange bei ihm im Wohnzimmer, sprechen über malischen Fußball, Förderung von jungen Talenten und wie man Sponsoren gewinnt, so, als kennten wir uns schon seit Jahren…

Was bleibt nach einer Woche Fußball & Co? Ist das ein Weg, den AM und Partnerkirche in Mali weiter verfolgen wollen? Sicherlich im Bereich des Sports auf Grass-root-Ebene. Aber ist es auch gut, in die höheren Etagen des Vereinsfußballs einzusteigen? Diese Fragen werden uns in den nächsten Tagen beschäftigen und es bedarf noch mancher Gespräche und Grundsatzentscheidungen – und Impulsen von unserem HErrn.

dennoch!

Todmüde und mit brummendem Kopf tippe ich noch ein paar Zeilen in den Computer. Ein sehr anstrengender Tag. Ein Gespräch nach dem anderen und dann am Abend besagte Sitzung mit dem Leitungskomitee unserer Partnerkirche. Und doch: Es lohnt sich miteinander zu reden. Es ist möglich auch lange gepflegte Missverständnisse auszuräumen. Trotz kultureller Unterschiede kann die Rückbesinnung auf Gottes Wort und die Bruderschaft in Christus wegweisend sein. Der Unterschied zwischen Gesagtem und Verstandenem verwirrt uns, aber wir lernen es auseinanderzuhalten. Und wenn wir noch so oft schuldig aneinander werden, wir können uns vergeben. Auch wenn wir schon 100 Mal den Eindruck hatten, dass wir nie wirklich zueinander finden werden, verbinden uns doch die Gespräche, wo wir es ernsthaft versucht haben – so wie heute. Es war ein anstrengender Tag, für den ich Gott sehr dankbar bin. SEIN Timing war gut und auch wenn vieles nicht geplant war in dieser Woche, hat Er sie genutzt und uns beschenkt.

Ich weiß, warum ich hier bin: weil ein großer Teil der Menschen hier Jesus nicht kennt, von Seiner Liebe keinen Schimmer hat und gerade unser gemeinsames Arbeiten Ihn ehren und bekanntmachen soll.

Danke für Eure Gebete

Fußball in allen Lebenslagen

Kaum hatte ich heute Nacht die letzte Mail mit der Bitte um Gebet für eine gute Regenzeit an Euch abgeschickt und den Laptop zugeklappt, da kaum erst ein großer Wind und dann ein kräftiger Regen. Und heute Morgen dann erneut. So ist Enocs Reis jetzt 2-3x bewässert worden. „Und es soll geschehen, ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.“ steht in Jesaja 65. Auch wenn sich der Vers wohl auf die himmlische Herrlichkeit bezieht, war das heute schon mal ein Vorgeschmack.

So stand ein Teil des Fußballplatzes heute unter Wasser. Nicht so schön für die Mannschaften, aber wie Ihr seht, gab es da auch andere, die die Not zur Tugend machten und sich mit Wasserfußball vergnügten…

Und dann befindet sich mitten auf den Platz ein Fetisch mit lauter seltsamen Sachen. Er wandert von einer Stelle zu anderen, mal am Rand mal mitten drauf. Räumt man ihn weg, findet man ihn kurz drauf wieder vor. Ein Fußballer erklärt mir, was es damit auf sich hat: Schwarze Ameisen, die immer mal wieder aus dem Platz hervorkommen und ihre Straßen ziehen, werden im Denken der Animisten mit dem Teufel in Zusammenhang gebracht und die Fetische sollen ihr vertreiben.

Mali Juni 2015 083

Und da Ameisen nun mal hier und mal da ihre Gänge bauen, wandert auch der Fetisch über den Fußballplatz – nachts heimlich an die entsprechenden Stellen gebracht. Der es mir erzählt, ist Moslem und distanziert sich von solchen Praktiken. Fußball als Anknüpfungspunkt für ein Gespräch über den Glauben wünschen wir uns – dass es über einen Fetisch auf dem Feld beginnt, damit hatte ich nicht gerechnet.

Morgen ist eine wichtige Sondersitzung des Leitungskomitees unserer einheimischen Partnerkirche. Dabei wird es voraussichtlich um wichtige und auch heikle Themen unserer Zusammenarbeit gehen. Und wenn Ihr dafür mit betet, würde ich mich freuen.

Schlaglichter

Aufstehen, waschen, anziehen und vor dem Frühstück mal kurz Mails abrufen, weil die Internetverbindung da besser ist. Und es ist jedes Mal eine Ermutigung ein paar nette Zeilen von Euch zu lesen, die zeigen, dass Eure Gedanken und Gebete uns begleiten – Danke!

Fußwaschung à la malienne: Da beim Frühstück draußen die Mücken immer meinen, sie sollten auch was essen und sich unter dem Tisch fröhlich über unsere Füße hermachen, hole ich die Autanflasche aus meinem Zimmer – und da recken sich mir plötzlich 6 Kollegenfüße entgegen, die alle profitieren Füßewollen. Wie schön, dass ich eine Sprühflasche mitgenommen habe und nicht die Flüssigversion!

Nachdem Oliver zunächst nachts deutlich unter der Hitze gelitten hat, verrate ich ihm den Trick meine Ehefrau: nimm ein Handtuch, mach es gut nass und lass den Ventilator laufen. Es geht nichts über die gute alte Verdunstungskälte. Und schon sind die Nächte viel besser. Oliver allerdings perfektioniert die Methode: jetzt wird das nasse Handtuch zunächst in eine Plastiktüte gepackt und 20 Minuten ins Gefrierfach gelegt. Not macht erfinderisch!

Mit Enoc und Abdias verbringen wir den Morgen, reden über die Möglichkeiten von Sportarbeit im Rahmen der Kirche und Oliver berichtet von seinem Erfahrungen in verschiedenen Ländern: Ein guter und konstruktiver Austausch. Und dann reden wir auch über Schwierigkeiten in der Kommunikation und wo Dinge nicht gut gelaufen sind, falsch rüber kamen oder auch einfach hineininterpretiert wurden. Und während es immer mal wieder Momente gibt, wo ich den Eindruck habe, wir kommen uns nach Jahren der Zusammenarbeit kaum näher, empfinde ich hier, dass es auch ein wirklich vertrauensvolles Miteinander gibt, mit dem ehrlichen Interesse Missverständnisse zu benennen und aus dem Weg zu räumen. Das sind für mich wohl die mutmachendsten Erfahrungen in unserer Arbeit in Mali.

Enoc sagte mir vor Vorgestern, dass es in den nächsten 3 Tagen regnen muss, sonst sei der Reis auf seinen Feldern nicht mehr zu retten. Ich verspreche dafür zu beten. Heute spreche ich ihn darauf an: „Gestern sah es so aus, als wollte es regnen, aber leider kam dann doch nichts“. „Ja“, sagt er, „aber Gott hat die Gebete trotzdem erhört, nur anders. Gestern wurden die Schleusen des Kanals geöffnet und so das Reisfeld daraus bewässert.“

Nachmittags dann Fußballtraining mit Kindern. Zuerst die Kinder Kids im Autoins Auto verfrachtet. Hinten in den Toyota gingen auf der Rückfahrt 19 Kids rein (das Foto ist von der harmlosen Hinfahrtvariante mit 9 Kindern).Dann wird auf dem Platz gekickt und wir Alten dürfen mitmachen: In der prallen Sonne bei 39° (im Schatten), bedeckt von rotem Staub auf einem Schotterplatz mit unzähligen malischen Kids Fußball spielen: Das Leben ist herrlich!!!

Trainer und Training

Mali ist schon ein besonderes Land. Paul hat ein bisschen rumtelefoniert und seine Kontakte spielen lassen und heute hatten wir dann Besuch von den 3 führenden Leuten der malischen Trainervereinigung. Einer hat schon mal als Trainer den Trainervereinigungafrikanischen „UEFA-Cup“ gewonnen. Da sitzen wir dann ganz unkompliziert bei eine Cola eine Stunde zusammen und reden über malischen Fußball, die Schwierigkeiten im Verband (gibt es wohl nicht nur bei der FIFA) und – natürlich – die Fragen von Spieler- und Trainerbezahlung in der malischen Bundesliga. Oliver konnte seine Fragen stellen und auch wir Laien konnten einiges über den malischen Fußball lernen. Egal ob da irgendwann auf dieser Ebene eine Zusammenarbeit stattfindet oder nicht: Kontakte zu solchen Leuten aufzubauen ist immer ein wichtiger Schritt.

Am Nachmittag dann wieder Training im „Ohne-Kabel-Viertel“. Diesmal waren einige junge Erwachsene aus der nahegelegenen Ortsgemeinde dabei. Erst wurde gekickt und dann fand ein Spiel gegeneinander statt. Dazwischen wuseln viele fußballbegeisterte FussballkidsKids rum. Das ist es, was wir uns wünschen, dass der Sport verbindet und Christen und Muslime zusammen bringt, sie miteinander spielen und auch reden können!

Am Abend sitzen wir dann noch zusammen und reden über ganz andere Dinge: Geistestaufe, Zugenrede, Krankenheilung, Frömmigkeitsstile und es ist gut miteinander darüber nachzudenken, wie der Geist Gottes ganz unterschiedlich wirkt und uns begegnet.

Jetzt kann es losgehen

Montag – Oliver haben wir gestern Abend dann doch noch am Flughafen abholen können – alles Gepäck dabei. Und so haben wir dann heute unser Programm noch normal durchführen können: Nach Frühstück, Andacht und gemeinsamem Gebet ging es an die FATMES (die theologische Ausbildungsstätte) um sich mit dem Dekan zu treffen. Danach kam Paul uns besuchen. Er ist schon lange im Fußballgeschäft – als Fanclubbegleiter, als „Funktionär“ und und und. Er kennt Hinz und Kunz und hat ein Anliegen seinen Glauben durch den Fußball bekannt zu machen. Vor seinem geistigen Auge entstehen da schon so manche Dinge, was man alles machen könnte und ich trete erst mal auf die Bremse – wir sind erst mal hier um zu gucken und zu hören… Am Nachmittag dann Training mit ein paar Torschussjungen Männern im „Ohne-Kabel“-Viertel (das heißt so, weil dorthin lange noch kein Strom gelegt wurde). Die Jungs haben Spaß am Fußball und machen gut mit. Ein Trainer aus Deutschland, das motiviert! …ein weites Feld um hier auch den Glauben zu teilen.

Und dann habe ich noch ein Gespräch mit Enoc, unserem Präses und er spricht erfreulich offen manche Missverständnisse an, die in den letzten Monaten aufgetaucht sind. Es ist erfrischend, wie klar er Dinge benennt, wo er Klärungsbedarf sieht. Und er betont immer wieder, dass wir zur selben Familie gehören. Evangelisation mit Sport zu verbinden ist für viele hier neu und da gibt es wie überall die, die gerne Neues wagen und andere, die eher auf die Bremse treten und sich überfahren fühlen. Gerade das wird die Herausforderung in der nächsten Zeit sein: Wie können wir auch die Christen mit ins Boot nehmen, die eher skeptisch sind ohne dass die Arbeit davon ausgebremst wird und die, die gerne nach vorne gehen möchten, nicht den Mut und die Geduld verlieren? Kein unbekanntes Problem in Deutschland… Und ich bitte Gott immer wieder um Weisheit in diesem Spagat den richtigen Weg zu finden.

Flucht nach Europa – eine malische Perspektive

Nach einem warmen, munteren, langen Gottesdienst sitze ich mit ein paar Christen zusammen und wir unterhalten uns über mache aktuelle Entwicklung in Mali. Dabei erzähle ich, wie uns in Europa die Flüchtlingsströme aus Afrika beschäftigen und frage nach ihren Gedanken:

Das sind vor allem junge Leute, die keine Ahnung haben, auf was sie sich einlassen. Mittlerweile gibt es einige Organisationen, die darüber aufklären, auch ein Film ist schon dazu gedreht worden, aber die jungen Leute nehmen das nicht wahr. Und dann kommt mal einer aus Frankreich oder Spanien wieder, hat einiges an Geld dort verdient und baut sich nun ein schickes Haus – dann wollen alle jungen Leute aus seinem Dorf los und auch ihr Glück versuchen. Die, die ertrunken sind, erzählen ja ihre Geschichte nicht mehr. Und es gibt so viele Leute, die sind zwar nach Europa gekommen, aber leben unter schlimmen Umständen, schlafen wie die Sardinen in einer Büchse in irgendeiner Massenunterkunft. Die würden gerne wieder zurück nach Mali, aber dafür haben sie kein Geld und selbst wenn sie welches hätten, dann schämen sie sich so sehr, dass sie sich nicht mehr nach Hause trauen. … die sieht hier natürlich keiner. Und die, die mit Geld zurück kommen, die haben in Europa hart dafür gearbeitet. Das finden die ja nicht einfach so. Also, wenn die hier in Mali genauso fleißig arbeiten würden, dann könnten sie hier auch eben soviel Geld verdienen.“

Bei uns in Europa denken viele, wer um ein solches Risiko weiß und es trotzdem auf sich nimmt, dem muss es wirklich sehr schlecht gehen, sonst würde er ein solches Wagnis nicht eingehen – was denkt ihr dazu?

Das ist einfach nur Unwissenheit. Viele junge Malier denken, sie würden in Europa alles geschenkt kriegen und weil sie keine Lust haben zu arbeiten, wollen sie nach Europa. Sie sehen da alles mögliche im Fernsehen und denken, das würde man alles umsonst bekommen. Aber hier in Mali gibt es doch alles: wir haben Wasser, wir haben Land, du kannst alles kaufen. Die Chinesen kommen hierhin um bei uns Reis anzubauen. Wenn die Menschen in Europa wüssten, was wir hier alles haben könnten, dann würden sie doch fragen: „Aber warum kommt ihr denn dann noch nach Europa?“

Und dazu kommt noch, dass es hier viele Marabouts gibt, die dir gegen Geld alles mögliche erzählen: du musst dieses oder jenes Opfer bringen und dann kann dir nichts passieren, dann bist du auf der Überfahrt geschützt. Die Leute glauben so was und denken dann, ihnen würde nichts zustoßen.“

Sicherlich ist das nicht die ganze Wahrheit und es gibt unterschiedliche Sichten und Realitäten. Und doch habe ich mich manchmal bei den Presseberichten der letzten Monate gefragt, ob wir wirklich meinen, die Dinge im Kern begreifen zu können, um dann unsere Lösungen anzubieten.

P.S.: O. ist heute abend angekommen! Inklusive Koffer! Hallelujah!

Dumm gelaufen…

hier sitze ich im Flieger nach Bamako und der Platz 21 B neben mir ist frei. Obwohl ganze 2 Stunden Transitzeit waren, kam O’s Flieger aus Frankfurt so viel verspätet in Istanbul an (ob da auch die GDL mitgemischt hat??), dass er den Anschluss nicht mehr bekommen hat. Und wir konnten nicht mal miteinander reden, denn als er das Handy anmachen konnte, durfte ich meines im Flieger nicht mehr benutzen. Das ist  ausgesprochen blöde, denn da wir eh nur 7 Tage haben, spielt jeder Tag natürlich eine große Rolle. Nun, die Tatsache, dass ich Euch diese Mail schicke, zeigt, dass ich zumindest in Bamako angekommen bin. Nun hoffen und beten wir, dass O. morgen einen Flieger bekommt – der freundliche Stewart hier meinte, das müsse wohl gehen. Und ich frage Jesus, was wohl Seine Gedanken dabei sind…

Start nach Mali

Flughafen Leipzig, kurz vor 11. Hier ist es echt gemütlich und entspannt – nicht die für einen Großstadtflughafen normale Hektik. „Logischerweise“ fliegen wir erst mal nach Istanbul um dann nach Bamako zu kommen. Die Dame am Schalter schaut mich fragend an: „Sie fliegen nach Bamocko?“, na ja, so ähnlich… In Istanbul treffe ich dann (hoffentlich) auf O. und wir haben so auf dem Flug einige Zeit uns schon ein bisschen mehr kennen zu lernen. Was erwartet uns? Eigentlich könnte man meinen, das sei eine Fitnesswoche für mich, denn auf dem Programm steht jeden Tag Fußball: Training mit der Gemeindejugend, Training mit einer Stadtteilmannschaft, Training mit Kindern und am Freitag dann ein Spiel. Angesichts meines fortgeschrittenen Alters und den vermutlich fast 40 °C werde ich mich allerdings nicht zu sehr ins Geschehen einmischen… Und zwischendurch dann verschiedene Treffen: mit dem Kirchenpräses und den Sportverantwortlichen der Jugend (wie integriert man sportmissionarische Arbeit in die Gemeindearbeit?), mit dem Leiter der theologischen Ausbildungsstätte (kann man langfristig auch einen Kurs „Sportmission in Mali“ anbieten), mit Leuten vom führenden malischen Fußballverein (ist eine Zusammenarbeit mit dem Profifußball in Mali auf lange Sicht sinnvoll und möglich?). Ehepaar Meier hat seit Wochen die Treffen geplant, da Sportmission einer ihrer Schwerpunkte ist. Das ist alles zunächst ein erstes „Beschnuppern“ – aber ich freue mich auf die diesmal ganz anderen Begegnungen und Themen und darauf, dass wir gemeinsam nach vorne schauend daran arbeiten, wie Missionsarbeit in Mali neue Wege gehen kann. Und vielleicht lerne ich dabei auch einiges für Deutschland…

Ich freue mich über jedes Gebet, jeden Gruß, jeden Gedanken von Euch.

Karsten